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ISTANBUL UNITED, Eine Dokumentation von Farid Eslam & Olli Waldhauer 12/03/2015

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Auf Initiative von der Abgeordneten zum Nationalrad Nurten Yilmaz von der SPÖ und in Kooperation mit dem Ballesterer lud das Filmcasino in Wien zur der mitreißende Dokumentation ISTANBUL UNITED von Farid Eslam & Olli Waldhauer, für die sich in Österreich leider kein Verleih fand.

Dabei wird vom bemerkenswertem politischen Protest der Fußballfans in Istanbul erzählt. Denn seit Jahren sind die Ultra-Fans der drei wichtigsten Fußballclubs der Stadt (Galatasaray, Fenerbahçe und Beşiktaş) weltweit bekannt für die bedingungslose Unterstützung ihrer Teams. Ihre gegenseitige Rivalität endet häufig in extrem gewalttätigen Auseinandersetzungen untereinander. Doch im Sommer 2013 geschieht etwas Außergewöhnliches: während der Proteste im Sommer 2013 gegen Premierminister Erdogan im Gezi-Park vereinen sich die konkurrierenden Fanclubs zum ersten Mal für eine gemeinsame Sache. Menschen, die berüchtigt sind für ihren Hass, stehen nun Seite an Seite und kämpfen unter dem Namen „Istanbul United“ gegen das herrschende System in der Türkei.

So ergreifend und kurzlebig der Film war so sind dem Betrachter doch mehr Fragen geblieben als er ihm beantwortet hätte. Die Interviews der einzelnen Fans war zwar amüsant handelte aber nur von der Liebe und Zuneigung zu dem eigenen Verein und dem Hass und der Abneigung der anderen Vereine gegenüber. Ein Einblick in die Fankultur oder Szene ergab sich dadurch jedoch nicht. Genau so die Proteste im Gezi-Park, die untermauert vom Interview eines Aktivisten der Gezi-Park Bewegung, mit Handyvideos die massive Polizeirepression dokumentierte. Jedoch wurde ganz gut aufgezeigt das diese Proteste im Gezi-Park eine so breite Bevölkerungsschicht traf und dadurch sich Zwangsläufig die Anhänger der einzelnen Vereine Schulter an Schulter sahen und gegen den einen gemeinsamen Feind nur eine einzige Chance hatten: Zusammenhalt.

Doch die Wichtigste Frage blieb unbeantwortet: Was Wurde aus dem Gezi-Park?

Es war somit ein Interessanter Kinoabend in einem ausverkauften Saal des Filmcasinos, in dem sich auch, sichtlich sehr amüsiert, die Frau Vizebürgermeisterin vom Wien Renate Brauner befand und sich dadurch die Frage stellte: Was Gedenkt die Wiener Stadtregierung gegen die Massive Polizeirepression, die bei den Protesten gegen den Akademikerball jedes Jahr auf das Neue stattfinden in Zukunft zu tun ? Den Istanbul ist an diesem Tag Wien näher als man denkt.

>>Trailer

ISTANBUL UNITED, Eine Dokumentation von Farid Eslam & Olli Waldhauer: Zusatzvorstellung am 21.03. um 15:00 Uhr im Filmcasino in Wien.

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Wiener Sportklub vs. SR Donaufeld 20/10/2014

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Der Fokus des Spiels lag neben der sportlichen Rehabilitation gegen den Aufsteiger aus der Wienerliga vor allem auf den Feierlichkeiten des am Tag zuvor 110 Jährigen Jubiläum des als längsten bespielten Fußballplatzes in Kontinentaleuropa, dem Sportclubplatz.u einer Sanierung Doch an genau diesem Feiertag des Wiener SK, der eigentlich dafür genutzt werden sollte die Stadt Wien zu einer Sanierung dieser Sporthistorischen Kulturstätte zu bewegen, kam mit der Entlassung von Trainer und Co-Trainer ein Paukenschlag der Sprachlos machte. Einen Tag vor einem wichtigen Meisterschaftsspiel indem eine Trendwende eingeleitet werden sollte um den Verein zu stabilisieren die Sportliche Leitung zu entlassen wirkt vor allem Kopflos. Vor allem da die Interimslösung nicht der Sportliche Leiter, ein Nachwuchstrainer oder gar die große Instanz Willy Kaipl wurde sondern Sertan Günes als Spielertrainer kurzfristig mit dem Training beauftragt wurde.In einem dann am Nachmittag erschienen Video auf Ostliga.tv versuchte dann der Sportliche Leiter mit „Also es war schon eine längerfristige Entscheidung und auch ein längerfristiges Gespräch. Wir haben uns halt über die Zukunft des Vereines unterhalten, wohin der Verein will und welche Möglichkeiten das der Verein hat. Und da hat es einfach Unterschiede gegeben. … Es ging grundsätzlich um die sportlichen Vorstellungen, wohin der Verein will, … und grundsätzlich war im Training die Mannschaft immer voll motiviert, auch gestern noch und vorgestern und ganz ehrlich, wenn man sich das Spiel gegen Ritzing anschaut, dass die Mannschaft ein 3:0 oder ein 0:3 in ein 3:2 verwandelt, spricht das auch für das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft.“ zu erklären versuchte, stellt dieses Statement noch mehr Fragen als es eigentlich beantworten sollte. Auch ein kurz darauf veröffentlichtes Interview von heisseliga.at mit Vereinslegende, Kapitän und Spielertrainer Sertan Günes lässt zumindest die Theorie des Königsmordes nicht verstummen. Hier wird eine Galions- und Integrationsfigur des Vereines in eine Situation gebracht in der es in Zukunft nur Verlierer geben kann, außer diese kurzfristige Lösung wird zu eine langfristige und es kehrt auch wieder der Erfolg und die Sehnsucht des Vereines nach der „First Division, Wiener Sportklub, Take me home…“ ein. Wobei die Frage nach der entsprechenden Trainerlizenz noch die einfachste zu findende Lösung zu sein scheint die gelöst werden muss. Wir werden auf alle Fälle jetzt noch genauer hinsehen um vor allem die immer wieder genannte Transparenz von Verein, Präsidenten und sportlichen Leitung, die nach der Ära Udo Huber Einzug hielt und immer wieder versprochen wurde, auch eingehalten wird. Und hier ist die allererste Feuerprobe die Suche nach einem neuen Trainer. Der Wiener SK spart an allen Ecken und Enden und scheinbar nun auch seinen Trainer. Wer nachkommen wird werden wir hoffentlich bald erfahren, nur hoffen wir nicht das die kurzfristige Spielertrainer Lösung eine bis zur Winterpause werden wird.
Zu dem Spiel ist eigentlich nicht sehr viel zu schreiben. Ein 1 zu 0 Sieg dessen einzig positiven Sachen die Null in der Verteidigung, das Tor vom „Spaniers“ und die trotz Herbstwetter 1250 Zuschauer waren.

Von unserer Seite „Chapeau Herr Jusits!“, es ist Zeit den Hut vor Ihnen und Ihrer Arbeit beim Fußball in Hernals zu ziehen, und in unseren Ohren klingen immer noch die „Kurti, Kurti“ Sprechchöre vom Verteilerkreis, doch so schnelllebig auch unsere Gesellschaft geworden ist umso schneller wird es im „Geschäft Fußball“. Alles Gute für Ihre Zukunft.

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Wiener Sportklub vs. FC Salzburg 24/09/2014

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Alles war angerichtet für einen Fußballabend, der das Fußballherz höher schlagen lässt, sozusagen ein Europacupspiel des Wiener Sportklub gegen die Millionentruppe aus der Mozartstadt. Für die Versorgung der 5.000 Fans, die aufgrund des sehr gut verlaufenen Vorverkaufes erwartet wurden, standen für dieses Spiel 14.000 Pfandbecher, 6.000 Semmeln/Stangerl/Brezen, 5.000 Liter Bier, 1.000 Liter weißer Spritzer und 1.000 Käsekrainer und Bratwürste sowie 57 GastromitarbeiterInnen bereit.
Anhand der Tatsache, daß der ORF in seinem Sportkanal ORF Sport+ live übertrug, konnte ermessen werden, daß dieses Spiel alles andere als normal für Verein, Spieler und Fans werden würde. Neben den drei mobilen und provisorischen Fernsehtürmen fielen die LED-Videobanden an drei Seiten des Spielfeldes auf, Dauerwerbeflächen wurden mit Folie „abgehängt“.
Die Spieler kamen auf das Feld, der FC Salzburg begann mit der stärksten ihm zu Verfügung stehenden Mannschaft: Der Kaderwert FC Salzburgs beträgt laut transfermarkt.at 58,5 Mio. Euro, während die WSK-Mannschaft auf 50.000 Euro geschätzt wird. Auf diesen Werten basierend hätten die Salzburger 1170:1 gewinnen müssen, die Schwarz-weißen hofften trotzdem auf ein kleines Wunder (Trikot, Hose und Stutzen des Salzburger Schlussmannes waren hellblau. Wenn ich den FC Salzburg spielen sehe, gilt mein erster Blick immer den Stutzen des Tormanns um zu überprüfen, ob sie violett sind: Nach der Übernahme des Vereines wurde das den Fans der Salzburger Austria als Kompromiss aufgrund der Änderung der Vereinsfarben vorgeschlagen). Kaum war das Spiel angepfiffen, gingen die Gäste in Führung. Ein gutes Omen, da der Sportklub diese Saison in (fast) jedem Spiel mit null zu eins hinten lag. Nach dem 0:2 schien klar zu sein, daß es mit der Sensation eher doch nichts werden würde, obwohl der WSK mutig nach vorne spielte und immer wieder die Salzburger Defensive ärgerte. Plötzlich erbebte der altehrwürdige, desolate Fußballplatz – Tor für den Sportklub! Kaum war die Sehnsucht nach der Sensation wieder zurück, lag der Meister von 1958 auch schon 1:4 hinten. So gings in die Pause, in der Ulli Bär und Chris Peterka vor der FHT ihre „Liabschoft aus Hernois“ besangen. Spätestens kurz nach Beginn der zweiten Hälfte musste anerkannt werden, daß die Profis der Millionentruppe den Amateuren technisch, taktisch und konditionell genau so überlegen waren wie in puncto Schnelligkeit und Spritzigkeit. Aber der WSK versuchte tapfer zu bleiben, kämpfte bis zum Umfallen, versuchte das Glück in der Offensive und war im Bereich der Spielanteile ebenbürtig. Nach dem Match blieben für beide Mannschaften Rekorde über: Der höchste Sieg der Salzburger mit 12:1, für die Dornbacher 6.224 Zuschauer und Mehreinnahmen von 100.000 bis 150.000 Euro.
„First Division Wiener Sportklub“ hallte es laut und immer wieder von der Friedhofstribüne. Die Sehnsucht der schwarz-weißen Fangemeinde wird sich erfüllen, wenn die Zeit reif ist. Bis dahin ist es noch ein langer, steiniger Weg. Aber wie heißt es so schön? Der Weg ist das Ziel.

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Kategorien: ÖFB Cup

Schieß doch, Schieß doch, Schieß doch dein Tränengas. Wirf den Knüppel weg, zieh den Helm aus. Dann sehen wir wer der Boss ist.


Dieser Fangesang wird in den Stadien der drei größten Istanbuler Fußballvereine Galatasaray, Fehnerbahce und Besiktas skandiert und er beschreibt die Stimmungslage und Radikalität von Teilen der dortigen Fanszene.
Ein weiteres Indiz dafür, daß Sport und Politik nicht voneinander zu trennen sind, auch wenn das gerne und immer wieder von offiziellen Sportbehörden und Regierungen beteuert wird (siehe Fußball WM 2014, Olympische Winterspiele Sotschi 2014, etc.).
Was passiert, wenn sich Splittergruppen der untereinander verfeindeten Fangruppen Istanbuls der Widerstandsbewegung im Gezi-Park anschließen um die Demonstranten gegen Erdogan und den repressiven türkischen Staat zu unterstützen?
Der junge, deutsche Regisseur Olli Waldhauer hat diese Ereignisse als Anlass genommen einen der spannendsten und berührendsten Dokumentarfilme der letzten Jahre zu drehen, wenn man aktuellen deutschen Rezensionen Glauben schenkt, die anlässlich der Deutschlandpremiere über den Film erschienen sind.

Fragt sich, warum dieser Film zu einem hierzulande gerne vernachlässigten Thema in Österreich noch keinen Verleih hat?
Das Fußballbüro wird dranbleiben und Euch am Laufenden halten.

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Wiener Sportklub vs. SC Neusiedl am See 1919 19/09/2014

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Das Spitzenspiel der 8. Runde der Regionalliga Ost brachte an einem lauen Spätsommertag rund 1.500 Zuschauer auf die Tribünen des altehrwürdigen, noch immer nicht sanierten Sportclubplatz in Dornbach. Wieder einmal sollte niemand sein Kommen bereuen. Wie auch?

Nachdem der WSK im 7. Pflichtspiel in Folge in Rückstand geriet, mit Ausnahme des Spiels auf der Hohen Warte, aber fünf mal die Partie drehen konnte und so zu drei Siegen und zwei Unentschieden kam, lässt den Schreiber dieser Zeilen vermuten, daß die Mannschaft das der Spannung halber mit Absicht macht und jedes Mal aufs Neue versucht, ein Spektakel der Extraklasse abzuliefern.

Zunächst einmal alles neu beim WSK? Es gab für die Besucher nicht nur eine neue, wie vom Trainer angekündigte Abwehrformation zu bewundern, sondern auch eine Neuorganisation der Kantine. Vielleicht hat unser E-Mail Anfang August ja doch ein bissl was gebracht? Ohne langes und mühseliges Anstellen um Bier und Wurscht macht es gleich doppelte Freude der Mannschaft zuzusehen. Vor allem, wenn die wieder so beherzt und emotional spielt. Dann und wann gehts mit ihr sogar ein bissl durch und plötzlich sind schöne Spielzuge zu bewundern, die einen mit der Zunge schnalzen und dem Sitznachbarn zuprosten lassen. Es kam, wie es nach den Spielen der letzten Wochen nun mal kommen musste: Die Gäste aus Neusiedl gingen in Führung und der Wiener Sportklub gewann das Spiel.

Es zahlt sich auf alle Fälle aus nach Dornbach zu fahren. Das denkt sich inzwischen endlich wieder auch der Kassier des Wiener SK, vor allem mit Blick auf kommenden Mittwoch und dem Spiel der zweiten Rundes des ÖFB Cups gegen den FC Salzburg, wenn wir hoffentlich wieder mit der Zunge schnalzen und dem Präsidenten zuprosten. Da geht was – Kick it like Wrexham !!!

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Kategorien: Regionalliga Ost

SR Donaufeld vs. SV Mattersburg Amateure 14/09/2014

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Sonntagvormittag – eine Fußballmatinee: Eigentlich hat sie ihre Tradition in der Wienerliga, aufgrund einer Sonderregelung hält sie nun auch in der Ostliga Einzug, da der SR Donaufeld gegen die Amateure des SV Mattersburg zum Frühschoppen geladen hatte.
SR Donaufeld gilt mit dem Gründungsjahr 1912 als einer der ältesten Vereine Wiens. Aufgrund einer Übersiedelung 1965 in die neue Sportanlage in der Fultonstraße, Ecke Nordmanngasse benannte sich der Verein von SC Austria Donauarbeiter in Sportvereinigung Rasenspieler Donaufeld Wien um. Seine größten Erfolge erzielte der SR Donaufeld in den Jahren 1991 und 1992, als man mit Spielern wie Petar Brucic, Felix Gasselich und Walter Schachner in der zweithöchsten Spielklasse, der damaligen 2. Division spielte, und beim Stadthallenturnier das Publikum zu begeistern wusste. Im Anschluss pendelte der Verein zwischen Wienerliga und Ostliga hin und her und schaffte in der letzten Saison verdient wieder den Aufstieg in die Regionalliga Ost.
Diese großen Namen sind Geschichte. Der bekannteste Spieler in der aktuellen Mannschaft ist Kapitän Christian Wiesinger, der neben seiner spielerischen Tätigkeit beim SR Donaufeld auch administrativer Leiter der Akademie des FC Admira Wacker Mödling ist.

Die Gäste führten aufgrund ihrer technischen und läuferischen Überlegenheit schnell 3:0, vergaben viele gute Chancen auf einen höheren Sieg und brachten so die Donaufelder gegen Matchende wieder zurück ins Spiel. Es wurde wieder spannend als die Heimmannschaft durch Kampf, körperliches Spiel & gesunder Härte zwei Tore nach Eckbällen erzielte. Dennoch wurde das Spiel von den Gästen aus dem Burgenland verdient gewonnen.

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Kategorien: Regionalliga Ost

FK Austria Wien Amateure vs. Wiener Sportklub 09/09/2014

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Was war das nur für ein Spiel gegen Amstetten: 0:1 – 0:2 – 1:2 – 2:2 – 3:2 – 3:3 – 3:4 – 4:4 !!! Danach hat es sich als gute Entscheidung erwiesen, das nächste Spiel, das eigentlich wieder ein Heimspiel sein sollte, auf Gesuch der Amateure des FK Austria Wien von Freitag auf Dienstag zu verschieben, da sie einige Spieler zu den Nachwuchsnationalmannschaften abstellen mussten. Dabei wurde auch gleich das Heimrecht getauscht, es sollte kein Nachteil durch den Termin an einem Wochentag für den Sportklub entstehen. So eine Zusammenarbeit und Kompromissbereitschaft sind vorbildhaft und sollten der Normalfall sein.

Also: Dienstag Abend, auf nach Favoriten in die Generaliarena, die beachtlichen 800 Zuschauer haben das Kommen auf keinen Fall bereut: 1:0 – 1:1 – 1:2 – 2:2 – 3:2 – 3:3 – 3:4 !!!
Ein Spiel wie gegen Amstetten, nur mit dem besseren und glücklicheren Ausgang für die Buam aus Hernois.

Nach der 6. Runde auf Platz 4, dabei möchte keiner so genau daran denken wie viele Punkte mehr es mit den 2 verschossenen Elfmetern hätten sein können. Platz 1 in der Auswärtstabelle und Platz 4 in der Gesamttabelle lesen sich auf jeden Fall zwischenzeitlich mehr als nur gut.

Wenn sich die Art und Weise Spiele zu gewinnen nicht bald ändert, wollen wir der Mannschaft nur zu bedenken geben, daß man sich nicht nur um das Wohl der Fans, sondern auch und vor allem um das Wohl des Trainers Sorgen wird machen müssen. Chapeau, Herr Jusits, weiter so!

PS: An der violetten Kantine könnten sich viele Vereine, speziell in Wien, ein Vorbild nehmen: Qualität, Schnelligkeit und Service waren einfach nur Top (zum Glück stand diesmal eine Kantine zur Verfügung).

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Kategorien: Regionalliga Ost

EM Qualifikation Österreich vs. Schweden 08/09/2014

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Kaum ist die WM 2014 Geschichte, wird der Fokus im kurzlebigen Fußballgeschehen schon auf das nächste Großereignis gerichtet. Die Europameisterschaft in Frankreich im Jahr 2016 wird erstmals mit 24 Mannschaften ausgetragen. Mit dieser Neuerung ist auch der Zweitplazierte in jeder Qualifikationsgruppe fix dabei. Eine Qualifikation für die österreichische Fußballnationalmannschaft scheint so realistisch wie schon lange nicht.
Das erste Spiel findet zu Hause schon wieder gegen die Schweden statt. Unser besonderes Augenmerk gilt diesmal den heimischen Fans.
Nach Spielbeginn wird im schwedischen Sektor so etwas wie eine Choreographie versucht. Der Stadionsprecher gibt klare Anweisungen was wann wie zu tun ist. Er beteuert unermüdlich während des Matches, daß die Choreographie ausschließlich von Fanseite finanziert und vorbereitet wurde. Mit fortwährender Dauer wirkt es immer unglaubwürdiger, daß von offizieller Seite kein bisschen mitfinanziert und mitorganisiert wurde. Wie dem auch sei, die choreografische Darstellung einer uneinnehmbaren, roten Festung auf silbernem Horizont wirkt so steril wie die vom Stadionsprecher mit Unterstützung eines abgehalfterten Austropopbarden initiierte Stimmung für die Dauer des eingespielten Musikstückes. Zu  erwähnen ist in diesem Zusammenhang auch der grenzgeniale Marketingschachzug der größten österreichischen Privatbrauerei: Schon zum wiederholten Mal werden auf jedem (!) Sitzplatz rot-weiß-rote Fahnen mit Firmenlogo (statt Bundesadler) zur Verfügung gestellt, die vom Großteil der Stadionbesucher dankend und wachelnd angenommen werden.
Ein Spiegelbild unserer Gesellschaft: Wenn Nebenmann oder -frau brav klatscht, die Welle macht oder die bereitgestellte Fahne schwingt, wird kurz mitgemacht: Nicht Nein sagen, aber auch nicht teilnehmen. Und wenn, dann nicht allzu lang, man könnte sich doch exponieren oder sich was nachsagen lassen. Diese österreichische Eigenart führt zu einer kuriosen Situation in der zweiten Hälfte: Schwedische Fans, die einen zusätzlichen kleinen Block im Sektor B haben, beginnen rhythmisch zu „Zlatan Ibrahimovic“-Sprechchören zu klatschen, plötzlich klatscht das ganze Stadion mit. Man hätte eine faire sportliche Geste vermuten können, wenn nicht viele österreichische Fans genau diesen Spieler immer wieder ausgepfiffen und so auch das Ende der Schwedischen Hymne gewürdigt hätten.

Diese Un- bzw Eigenart in österreichischen Stadien wird sich voraussichtlich nicht so schnell ändern, haben sich der unterdrückte Stolz und der daraus resultierende Nationalkomplex sehr tief in der österreichischen Seele eingenistet.

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Kategorien: Nationalmannschaft

Pirron & Knapp – Ländermatch

Die Beschreibung eines Ländermatchbesuches in den 50er Jahren, gesehen durch die Augen der legendären Herren Pirron und Knapp, als Einstimmung auf die beginnende EM-Qualifikation :

Im Stadion ist Ländermatch gegen Tschechaslowakei.
Wir zwei, wir sind natürlich auch dabei.
Gleich ums Eck, bei der Hauptallee, beim Sta
Gibt’s einen Stehplatz im Schleich beim Sektor A
Willst einen Sitzplatz bei Marathontor,
musst zum Bua gehn mit die geschnecklaten Haar
Bleiben dir dann noch 3 Schilling oder 4,
für eine Mannschaftsaufstellung und ein Bier.
Dann ist alles OK, denn beim Heimfahrn wissen sie eh
Da brauchen wir kein Geld, da halten wir den Schaffner am Schmäh
Als dann los gehen wir es an, ein bisschen schneller vorran
Weil in 5 Minuten fangen sie ja schon an.
Jesass na hörst des Stadion ist da voll.
Komm wir gehen dort aufe hinters Goal.
Weil von dort sieht man am besten die 2 Bank
Komm gehen sie weiter sie steigen uns ja aufs Gnack.
Schau da kommen die Tschechen schon grennt
Setzt eich nieder vorn „Heast steigen´s ma net auf d´Händ`
Nau wenn die heute keine Schrauf´n kriegen
Geh Peppi nemman´s ihna her
Schau Pepperl da kommen schon die unsrigen daher.
Jetzt wird die Bundeshymmne gespielt, die können wir allerweil noch net
Nach 17 Ländermatch ist es möglich dass es dann geht.
Der Herr Schiedsrichter der pfeift das Spiel jetzt an
Und der Putzek gibt den Ball zum Nebenmann
Der rutscht aus und fliegt an Oiooii.
Die erste Chance ist im Handumdrehen vorbei.
Was da wir für ein Pech wieder haben
Und der Gscherte der spielt da heut was zam.
Jetzt hat es ihn hingsetzt auf die Erd,
bis da hinauf habe wir es gehört
und die Hosen ist ihm zerrissen und gerade dort wo es ihm stört
Der hat eine Geschwindigkeit drauf so wie eine Dampfwalzen bergauf
Dem kann man die Hosen flicken mitten unterm Lauf.
Das war doch jetzt ein glattes Faul vor unserem Tor
Das des der Schiedsrichter nicht gibt ist eh ganz klar
Das haben sogar unsere HeanaAugen g´sehen
Der Schiedsrichter ist krank der soll sich niederlegen.
Endlich gibt er einen Freistoß war schon Zeit
Und der Weltmeister macht sich dazu bereit
Hauruck
Er schießt daneben das ist zu dumm und schießt den Würstelmann mit um.
Und die Debrezinern fliegen wie die Raketen rundherum.
Und einer Frau mit Dekolleté saust eine eine von der Höhe
Sie glaubt ihr Nachbar war´s und schmiert ihm gleich eine.
Gema weita a neucha Ball muss her zum spielen
Der erste Ball der steckt dem Würstelmann noch drinn.
Der neue Ball ist da der Tormann schießt ihn aus
Den Würstelmann den ziehen sie grade bis aufs Hemd aus.
Der Gscherte kriegt den Ball und rennt gleich wie ein Blitz
Mit samt dem Tormann und dem Ball saust er durchs Netz
Mitten hinein in die Leute zum bremsen hat er gar keine Zeit.
Links den Tormann, rechts den Ball und um den Hals ein Unterkleid
Am rechten Ohr hängt ihm ein Schirm, ein Butterbrot pickt ihm am Hirn
Sogar die Frau ohne Unterkleid die hat eine Freude du sie schreit
Bravo Gescherter Hauptsache gewonnen haben wir es heute.

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Kategorien: History

First Vienna FC 1894 vs. SKN Sankt Pölten Juniors 05/09/2014

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Im Rahmen der Regionalliga Ost spielte die Vienna vor 934 Zuschauern gegen die Amateure des vom Onkel hofierten SKN Sankt Pölten. Dabei kam es zum Wiedersehen vom Sankt Pöltener Spielertrainer Jochen Fallmann mit seinem ehemaligen Verein der Vienna. Diskutiert wurden in den Tagen vor dem Spiel vor allem die Hellblauen Heim- bzw. die türkisfarbenen Auswärtsdressen, mit denen die Heimmannschaft zu spielen begann. Und obwohl diese wieder „wie von der Tarantel gestochen“ loslegten und die Gäste vor allem mit der Schnelligkeit der Stürmer ihre Probleme hatten, passierte ab der 10. Minute nicht allzuviel und die Amateure übernahmen zunehmend die Spielkontrolle. Doch je länger sie dominierten und kein Tor zustande brachten, passierte das, was laut einer alten Fußballerweisheit dann gerne passiert: Die Vienna bekam einen Elfmeter und ging damit in Führung.
In der zweiten Hälfte dasselbe Bild: Die Niederösterreicher drückten, die Vienna bekam den nächsten Elfer zugesprochen und die Juniors waren nur mehr zehnt. 2:0 für die Vienna und um einen Spieler mehr: „Was soll da noch passieren?“ dachten sich die Zuschauer. Schon waren die Niederösterreicher nur mehr zu neunt, trotzdem weiterhin die klar bessere Mannschaft, drängten die Döblinger hinten rein, hatten mehr Ballbesitz und waren einem Tor nahe, trafen aber trotzdem nicht.
Schluss – Aus – Abpfiff: Die Vienna wusste selbst nicht warum sie gewonnen hatte und war froh wie der Schiedsrichter, daß die Partie abgepfiffen worden war. Verdiente Siege sehen anders aus. Auf alle Fälle werden wir uns den ersten Elfmeter und die Zweite Rote Karte auf Ostliga.tv ganz genau anschauen und dann unser Resümee über diesen Vienna Sieg ziehen.
Mit so einer Leistung wird es schwer werden, die Visionen 2014 auch nur ansatzweise zu erreichen.

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Kategorien: Regionalliga Ost